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Familie oder Arbeit? Die Qual der Wahl ODER AUCH NICHT!

Apr 15, 2020 | Business Moms schreiben - GASTbeitrag

Familie oder Arbeit? Die Qual der Wahl ODER AUCH NICHT!

Apr 15, 2020 | Business Moms schreiben - GASTbeitrag

Sabine Reitmayer-Wawer erzählt in diesem Blogartikel über 9 Wochen Sommerferien mit ihren Kindern, was sie daraus mitnimmt und lernt und was dabei für sie und ihr Business funktioniert.

Die Sommerferien als Lehrmeister? Warum sie auch dich beruflich wachsen lassen!

Das waren sie also… die letzten 2 Monate. 9 Wochen Sommerferien und jetzt zurück im „normalen“ Alltag. Die „Meisterübung“ punkto Vereinbarkeit. Mein erster Versuch die Ferienkinder, Familien-Sommer-Erlebnisse, meine Arbeit als Selbständige und (nicht zu vergessen!) „Mich“ zu kombinieren…

VORAB – ICH BEREUE ES NICHT!
Ich gebe zu: Ich steh einfach auf lange Sommerferien. Und ich bin weiterhin überzeugt, dass es Kindern schlicht und einfach guttut etliche Wochen am Stück mal in den Tag hineinzuleben, nicht mehr zu wissen welcher Tag oder welche Uhrzeit es ist. Um am Ende sogar etwas wie richtige, kreative Langeweile zu spüren. Hand aufs Herz, das würde uns doch allen hin und wieder guttun, oder?

ZEIT FÜR ANDERES?
Die Sommerferien und das beginnende neue Schul-(Kindergarten-)Jahr sind typischerweise eine Zeit, die vor allem bei berufstätigen Eltern Fragen aufwirft. Wie man es schaffen kann, die Arbeit, die Familie, die Beziehung, sich selbst und das ganze andere Drumherum zu vereinen? Ohne am organisatorischen Wahnsinn zu verzweifeln und vielleicht sogar einmal mehr als 1-2 Wochen Vollzeit (sprich: Mini-Auszeit) mit der Familie zu verbringen. Oder wie man ein klein wenig von diesem angenehmen, entspannteren Lebensgefühl, das sich in den Ferien oft einstellt, auch während des Jahres bewahren kann? Und wie man trotzdem weiterhin den eigenen beruflichen Wünschen, Anforderungen oder persönlichen Zielen gerecht werden kann. Die Fragen sind viele …

DIE UNBEFRIEDIGENDE NACHRICHT:
Meine Erfahrung zeigt, dass sich diese Fragen wahrscheinlich nie endgültig beantworten lassen. Auf Phasen, wo alles fast perfekt läuft werden immer wieder Zeiten kommen, wo man nicht mehr weiß wie das alles gehen soll und man kurz vorm Aufgeben ist. Was meiner Meinung nach aber auch so sein darf – immerhin verändern wir uns als Mensch laufend, jeden Tag werden unsere Kinder größer, unsere Familie ändert sich quasi ständig. Genauso wie unser Umfeld oder unser Job.

UND DAS IST DIE GUTE NACHRICHT:
Mit jeder Phase lernen wir weiter, finden mehr über uns und über unser Umfeld heraus. Und deshalb sind das alles Fragen, die man zu einem großen Teil selbst in der Hand hat! Die man im Laufe der Zeit immer besser für sich lösen kann. Vorausgesetzt man ist ein Stück weit ehrlich zu sich selbst und lässt sich darauf ein, einmal genauer auf sich und sein Umfeld zu achten.

MEIN PERSÖNLICHES FAZIT ALS „MUTTER MIT 2 3/4 BERUFEN“ (also „Familien-Alles-Meisterin“ & meine Selbständigkeit & – ja, auch das – die Fürsorgearbeit für mich selbst!) zu meinem ersten Versuch „Arbeiten in den Ferien“ ist genau das!

Zugegeben, es hat mich oft an meine Grenzen gebracht. Die Zeit war aber gleichzeitig wunderschön und wertvoll! Vor allem arbeits- & businesstechnisch hat vieles nicht so geklappt wie ich es mir ausgemalt hatte. Doch genauso haben sich neue Möglichkeiten eröffnet. Und zwar Optionen, die ich nicht im Entferntesten als realistisch gesehen hätte. Wer hätte es für möglich gehalten, dass ich tatsächlich die Zeit im Morgengrauen, während alle anderen noch schlafen, fürs Arbeiten nutzen kann? Und das mit voller Energie! Bin ich unterm Jahr doch für jede Minute länger schlafen dankbar…

Ich habe wirklich wieder einmal sehr viel dazu gelernt. Über meine Kinder, wie mein „System Familie-Arbeit“ funktionieren kann und wie es nicht funktioniert. Und vor allem darüber, was für MICH funktioniert, was mir WIRKLICH wichtig ist und worauf ich doch verzichten kann. Darüber, was ICH brauche, um mit meiner Familie UND mit mir UND mit meiner Arbeit im Reinen zu sein.

Und nicht zuletzt hat sich eines auch wieder für mich bestätigt: laufe keinem Idealbild hinterher, sondern lasse es einfach auch mal „laufen“! Dann wird vieles leichter und entspannter. So gesehen war es also wirklich ein guter Sommer für mich. Ein Sommer, der mich nächstes Jahr einiges beibehalten, manches anders und vieles besser machen lässt.

DEN EIGENEN (FAMILIEN-)ARBEITS-MODUS FINDEN
Das ist etwas, das ich nicht nur als „Working-Mom“ sondern auch als Business Coach jedem nahelegen kann – allen voran Eltern mit Job und jenen die auf der Suche nach IHREM (Familien-)Arbeits-Modus sind, egal ob angestellt, ehrenamtlich oder selbständig.

Versucht wegzukommen von dem Idealbild über euch, über euren Job, über das perfekte Familienleben oder darüber, wie ihr „da draußen“ sein solltet. Leider haben wir das (noch immer) allzu oft ganz fest in unseren Köpfen verankert. Setzt euch lieber ehrlich damit auseinander was davon tatsächlich notwendig ist, um als „Ich“, als Familienmensch oder als Arbeitende(r) gut zu funktionieren und zufrieden zu sein. Und was davon ihr beruhigt „weglegen“ könnt.

Wie das gehen kann? Findet ehrliche und eigene Antworten auf Fragen wie:

„Was brauche ich, wo/wann/wobei fühle ich mich gut? Ist das privat genauso wie beruflich?“

 

„Wie tanke ich tatsächlich Energie? Was raubt mir im Alltag meine Energie? Ist es das tägliche Morgenritual oder vielleicht doch etwas anderes?“

 

„Was bedeutet für MICH eine gute Balance zwischen Privatem und Beruflichen? Wofür bin ich wirklich bereit, noch ein Stück mehr zu geben – und wofür nicht?“

 

„Welches Arbeitsumfeld brauche ich? Bin ich tatsächlich für Home-Office oder total flexible Arbeitszeiten gemacht oder brauche ich doch einen geregelteren Rahmen? Arbeite ich besser alleine oder im Austausch mit anderen?“,

 

„Was möchte ICH im Job erreichen? Worauf kann ICH auch verzichten?“

 

Und so weiter und so fort…

SCHON ALLEIN DAS ZU WISSEN MACHT DEN UNTERSCHIED!
Die eigenen und ehrlichen Antworten auf solche Fragen zu haben lässt uns Durststrecken ressourcenschonender durchhalten, angespannte Situationen entspannter sehen und Entscheidungen mit einem weit besseren Gefühl treffen.

Und das Wichtigste: dann können wir die guten, „dahin-laufenden“ Zeiten besser und bewusster wahrnehmen und genießen. Genau das ist es nämlich das uns wieder Kraft und Vertrauen für die „Durststrecken“ gibt – und uns mit einem Augenzwinkern durchhalten lässt. 

SABINE REITMAYER-WAWER

In mir wohnen 2 „Business-Seelen“: einmal die Entrepreneurial Coach & Beraterin, die Gründer*innen, Selbständige und Entrepreneure bei Fragen rund um Identität, Strategie, Business Model und Marketing unterstützt. Und andererseits die Business Coach, die Einzelpersonen und Teams bei ihren individuellen Themen am Berufs-Lebens-Weg begleitet. Was beide vereint? Meine Überzeugung: die beste Lösung ist DEINE eigene! Mit Kopf, viel Gespür und einer großen Portion von dir unterstütze ich dich deshalb dabei, DEINE Antworten und Lösungen zu finden!

Sabine Reitmayer-Wawer Business Coaching | Beratung | Workshops

www.wawer.at

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